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Schonende Brillenreinigung
Unter fließendem Wasser lässt sich die Brille am besten reinigen. Unterwegs sollte statt des T-Shirts ein Brillenputztuch zum Einsatz kommen. Foto © ZVA/Skamper

Saubere Sache: Brillen richtig reinigen

Wenn es an Durchblick mangelt, weil die Brillengläser verschmutzt sind, scheinen Pullover, Schal oder auch Papiertaschentuch die ideale Wahl für eine schnelle Reinigung. Doch der empfindlichen Oberfläche tut man damit nichts Gutes.

Eben die Brille abgesetzt, angehaucht und abgewischt – so sorgt man zwar schnell wieder für klare Sicht, aber auch für feinste Kratzer, die auf Dauer das Brillenglas schädigen. Für unterwegs sollte man deshalb immer ein Mikrofaser-Brillenputztuch zur Hand haben, am besten aufbewahrt im Brillenetui, wo es nicht verschmutzt. Und auch sonst sollte das Tuch regelmäßig bei 40 Grad in die Waschmaschine - aber ohne Weichspüler, denn dann hinterlässt es Schlieren auf dem Brillenglas. Nicht empfehlenswert sind übrigens einzeln verpackte, mit Reiniger getränkte Brillenputztücher, da sie eventuell die Oberflächenveredelung schädigen können. Was viele nicht wissen: Ist das Brillenglas verkratzt oder die Beschichtung zerstört, kann man den Schaden in der Regel nicht mehr rückgängig machen. Wenn die Brille nicht auf der Nase sitzt, sollte sie übrigens immer in einem passenden Etui, eventuell auch eingeschlagen ins Brillenputztuch, aufbewahrt werden. Wird die Brille kurz abgesetzt, immer darauf achten, dass sie auf den Bügeln liegt statt auf den Gläsern. Und: Brillen gehören weder mit in die Sauna (stärker Fehlsichtige können hier auf Kontaktlinsen zurückgreifen) noch in die pralle Sonne, zum Beispiel auf das Armaturenbrett im Auto - zu hohe Temperaturen schädigen die Materialien.

Reiniger für hartnäckigen Schmutz

Für eine gründlichere Reinigung empfiehlt sich das Abspülen der Brille unter klarem Wasser. So werden Staub- und Schmutzpartikel, die ebenfalls für Kratzer sorgen können, wenn man sie auf dem Glas verreibt, entfernt. Anschließend hilft einfaches Geschirrspülmittel (kein Konzentrat verwenden, da dessen Tenside die Fassung angreifen können) oder spezieller Brillenglasreiniger bei der Säuberung von Fett oder hartnäckigen Schlieren. Zum Trocknen kommt dann wieder das Brillenputztuch zum Einsatz. Fensterreiniger ist ebenfalls tabu, um die Beschichtung der Brillengläser nicht zu schädigen. Einen ausführlichen Artikel zur Brillenglassäuberung gibt es auch hier.

Neben den Gläsern sollte auch die Fassung ab und an gereinigt werden. Doch bitte nicht mit der Zahnbürste - die Gefahr, dabei unabsichtlich die Gläser zu verkratzen, ist zu groß. Die Brille in die Geschirrspülmaschine zu geben ist ebenfalls eine schlechte Idee: Hohe Temperaturen und aggressive Reiniger können eine Brille regelrecht zerstören. Wer seine Brille zuhause im Ultraschallbad reinigen möchte, sollte auf ein hochwertiges Gerät setzen, das nicht zu lange für den Säuberungsvorgang braucht und die Materialien nur kurz dem Wasserbad aussetzt.

Service vom Augenoptiker

Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, mit der Brille beim Augenoptiker vorbeizuschauen: Er kann sie besonders gründlich im Ultraschallbad reinigen, gegebenenfalls die Nasenpolster erneuern oder nachsehen, ob die Fassung noch optimal sitzt. Die meisten Augenoptiker bieten diese kleinen Arbeiten rund um die Brille im Allgemeinen kostenlos und ohne lange Wartezeit an. Und ein neues Brillenputztuch gibt es obendrein. Darüber hinaus kann der Augenoptiker spezielle Reinigungsmittel oder ein Antibeschlagspray empfehlen oder die neuen Brillengläser gleich mit einer speziellen Härtung zum Schutz gegen Kratzer oder einer Lotusbeschichtung gegen hartnäckigen Schmutz versehen.
Weitere Tipps zur Pflege der Brillenfassung gibt es hier.

25.10.2016