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Eine ausgewogene Ernährung kann sich positiv auf die Augengesundheit auswirken. Foto © Fotolia.com/Lightfield Studios

Augenschmaus: Gute Ernährung, gute Sicht

Dass sich eine ausgewogene und gesunde Ernährung positiv auf den gesamten Körper auswirkt und dabei helfen kann, Erkrankungen vorzubeugen, ist nichts Neues. Bestimmte Vitamine und Mineralstoffe sollen sogar in der Lage sein, das Fortschreiten von Augenerkrankungen zu verlangsamen sowie Symptome bei Trockenen Augen oder Nachtblindheit lindern.

Die gute Nachricht gleich vorweg: Gesunde Ernährung heißt nicht, nur noch Salat und Gemüse zu essen. (Dunkle) Schokolade und Bierhefe tun den Augen ebenfalls Gutes. Zusammen mit dem regelmäßigen Besuch beim Augenoptiker oder Optometristen kann sich eine ausgewogene Ernährung mit folgenden Vitaminen und Nährstoffen positiv auf die Augengesundheit auswirken:

Vitamin A findet sich in Lebensmitteln mit Betacarotinen wie Möhren, Kürbis, Pfirsichen, Spinat, Tomaten aber auch Milch und Eigelb. Das sogenannte Retinol wirkt antioxidativ und ist wichtig für die Gesundheit der Netzhaut (Retina). Laut Experten kann es helfen, altersbedingter Makuladegeneration (AMD), Grauem Star (Katarakt) und Infektionen, etwa der Bindehaut, vorzubeugen.

Vitamin B2 ist beispielsweise vorhanden in Leber, Milch und Milchprodukten oder Bierhefe. Das Vitamin nimmt eine wichtige Funktion für gutes Sehen in der Dunkelheit ein. Darüber hinaus spielt Vitamin B2 ebenfalls eine wichtige Rolle für die Versorgung der Retina und könnte Grauem Star vorbeugen.

Vitamin E kommt vor allem in grünem Gemüse, Äpfeln, Avocados und Salat vor, aber auch in Nüssen, Hülsenfrüchten und Sonnenblumenkernen. Es kann das okulare Zellgewebe stärken, vor allem in der Retina.

Vitamin C findet sich vor allem in frischem Obst und Gemüse, besonders in Zitrusfrüchten. Die antioxidative Wirkung des Vitamins stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern kann  laut Wissenschaftlern Glaukom-Patienten zugutekommen, da es sich günstig auf den Augeninnendruck auswirkt – ein Faktor, der beim sogenannten Grünen Star eine wichtige Rolle spielt.

Lutein und Zeaxanthin sind Carotinoide, also natürliche gelb-orange Farbstoffe in Lebensmitteln. Außer in gelben Lebensmitteln sind sie beispielsweise auch in Broccoli, Kresse, Kohl oder Spinat enthalten. Der Körper kann sie nicht selbst bilden. Sie können dazu beitragen, die Augen (neben einer guten Sonnenbrille) gegen die schädlichen Einflüsse des Sonnenlichts zu schützen.

Die essentiellen Fettsäuren Omega 3 und Omega 6 sind in pflanzlichen Ölen, Nüssen, Avocados und fettreichem Fisch enthalten. Sie können nicht nur bei trockenen Augen dazu beitragen, den Tränenfilm zu stabilisieren, sondern wirken sich vermutlich auch verlangsamend auf die Makuladegeneration aus.

Zink kommt unter anderem in dunkler Schokolade, Bierhefe, Kürbiskernen, Sellerie, Spinat und Weizenkeimen vor. Im Auge konzentriert sich die größte Menge Zink des gesamten Organismus, darüber hinaus trägt es dazu bei, dass Vitamin A seine positive Wirkung entfalten kann.

Natürlich sind Vitamine und Nährstoffe kein Allheilmittel. Letztendlich wirken sich Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder ein hoher Cholesterinspiegel, die im Zusammenhang mit falscher Ernährung stehen, jedoch negativ auf verschiedene Organe aus, so auch auf die Augen. Für gesunde Menschen gilt: Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist in jedem Fall ausreichend und tut dem gesamten Körper Gutes. Im Fall von bereits bestehenden Erkrankungen gilt: Nicht auf eigene Faust Nahrungsergänzungsmittel schlucken, sondern immer einen Arzt zu Rate ziehen.

 

23.05.2017