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Sollte Ihnen dieses Bild bekannt vorkommen, statten Sie Ihrem Augenoptiker einen Besuch ab. Bildquelle: Picture-Factory - Fotolia

Fehlsichtigkeit als Ursache von Kopfschmerzen

Es gibt viele unterschiedliche Ursachen für Kopfschmerzen: eine durchzechte Nacht, zu viel Bildschirmarbeit, ungesunder Lebensstil, Lärm, Stress . . . oder eine nicht korrigierte Fehlsichtigkeit. 

Brille statt Tabletten 

Dass der Morgen nach einer ausgelassenen und alkoholgetränkten Partynacht mit Kopfschmerzen beginnt, ist nicht verwunderlich. Ebenso ist es wenig erstaunlich, nach einem hektischen Tag in einem lauten Büro von Kopfschmerzen geplagt zu werden. Aber zu viele Menschen leiden regelmäßig an Kopfschmerzen und nehmen immer wieder Kopfschmerztabletten ein, um den Schmerz zu bekämpfen. Dabei wäre das vielleicht gar nicht nötig, denn die Ursache der Kopfschmerzen kann in einer nicht korrigierten Fehlsichtigkeit liegen. 

Übersicht der FehlsichtigkeitenDas Sehvermögen lässt im Falle einer Fehlsichtigkeit schleichend nach. Liegt eine Weitsichtigkeit (Hyperopie) vor, kann die Augenlinse die Fehlsichtigkeit mittels Akkommodation nur bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Bei der Akkommodation wird die Augenlinse gewölbt oder gestreckt, so dass die so genannte Brechkraft des Auges verändert wird, um sich auf die unterschiedlichen Sehentfernungen einzustellen und das angeblickte Objekt scharf auf der Netzhaut abzubilden. Dieser Vorgang ist mit enormer Anstrengung der Augen verbunden und kann auf Dauer zu Kopfschmerzen führen. Meist handelt es sich hierbei tatsächlich um eine unentdeckte Weitsichtigkeit. Ein Augenoptiker kann mit Hilfe einer Korrektionsbrille die Fehlsichtigkeit ausgleichen, so dass die Augen wieder entspannt scharf sehen können. 

Außerdem kann ein sehr leichtes und deshalb unbemerktes Schielen Ursache von Kopfschmerzen sein. Auch hier kann die enorme Anstrengung der Augenmuskeln, die aufgebracht werden muss, um die Blickrichtungen beider Augen parallel zu halten, zu Kopfschmerzen führen. Ihr Innungsaugenoptiker kann diese Fehlsichtigkeit mit einer speziellen Prismenbrille korrigieren.   

Vorsicht vor „Internet-Brillen“

Abbildung eines Achtung-SymbolsWer Brillen im Internet bestellt, darf sich nicht wundern, wenn diese möglicherweise Kopfschmerzen verursachen. Denn „Internet-Brillen“ werden auf Grundlage einer schmalen Datenbasis gefertigt, weil kein Augenoptiker vor Herstellung der Brille die relevanten Parameter wie beispielsweise die Einschleifhöhe der Brillengläser, den sogenannten Hornhautscheitelabstand oder die Fassungsvorneigung ermittelt, um die Gläser millimetergenau auf die individuelle Fehlsichtigkeit des Trägers in die Fassung einzuarbeiten. Auch die anatomische Endanpassung gibt es nicht. Gleitsichtbrillen aus dem Internet stellen unter Umständen sogar eine echte Gesundheitsgefahr dar. 

Bildschirmbrille bringt Entspannung für die Augen

Sich an die unterschiedlichen Sehentfernungen, die verschiedenen Kontraste und Helligkeiten am Schreibtischarbeitsplatz anzupassen, ist auch für Augen ohne Brille oder Kontaktlinsen eine Herausforderung. Schon eine geringe Fehlsichtigkeit kann dabei die Arbeit am Bildschirm erschweren und zu Kopfschmerzen führen. 
Dame-mit-Bildschirmbrille-am-PCEine Bildschirmbrille deckt hingegen genau die Distanz zum Monitor ab, die für eine Lesebrille zu weit ist; schließlich ist auch die Gleitsichtbrille keine optimale Lösung. Eine Augenprüfung beim Augenoptiker gibt Aufschluss darüber, ob eine Bildschirmbrille das Wohlbefinden am Monitor steigern und für eine entspannte Kopf- und Körperhaltung sorgen kann.

Fehlsichtigkeit im Selbsttest

Hier geht's zum Online-SehtestWenn Sie unsicher sind, ob Sie an einer Fehlsichtigkeit leiden, können Sie hier einen Online-Sehtest durchführen. Der Test ersetzt zwar keinesfalls die ausführliche Augenüberprüfung beim Innungsaugenoptiker vor Ort, aber er kann einen ersten Eindruck über Ihre Sehfähigkeit vermitteln.

 

18.02.2016