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Ob Augentropfen zusammen mit Kontaktlinsen verwendet werden dürfen, kommt auf die Art und Zusammensetzung der Tropfen an. Foto © Fotolia.com/Qyzz

Kontaktlinsen und Augentropfen?

Manchmal ist es nötig, Augentropfen anzuwenden – zum Beispiel bei Heuschnupfen und Allergien, bei Augenerkrankungen oder trockenen Augen. Doch vertragen sich Augentropfen eigentlich mit Kontaktlinsen?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen
•    medizinischen Augentropfen, die bei Augenerkrankungen angewendet werden
•    und Tropfen zur Befeuchtung trockener Augen, die dem Tränenfilm ähneln und auch als „künstliche Tränen“ bezeichnet werden.

Medizinische Tropfen kommen nicht nur bei ernsten Augenleiden wie etwa dem Grünen Star dauerhaft zum Einsatz, sondern zum Beispiel auch kurzzeitig bei (allergischen) Bindehautentzündungen. Möchten Kontaktlinsenträger in diesem Fall nicht auf das Tragen der Linsen verzichten, sollten sie in jedem Fall den Rat des behandelnden Augenarztes einholen. Doch auch bei rezeptfreien Medikamenten zur Behandlung von (allergischen) Augenreizungen gilt: Der Augen zuliebe sollte man zeitweise besser mit dem Tragen aussetzen, bis sich die Symptome gebessert haben, und auf die Ersatzbrille zurückgreifen. Grundsätzlich finden sich in der Packungsbeilage Hinweise zur Verträglichkeit mit Kontaktlinsen. Handelt es sich um ein konservierungsmittelfreies Präparat (zum Beispiel in sogenannten Ein-Dosis-Ophtiolen) können die Tropfen meist etwa 15 Minuten vor dem Einsetzen der Linsen verwendet werden. Augentropfen mit Konservierungsmitteln eignen sich hingegen in der Regel nicht für Linsenträger, da sie Kontaktlinsen verfärben können oder die Augen zusätzlich reizen.

Hilfe bei trockenen Augen

Bei trockenen Augen können Befeuchtungstropfen problemlos zusammen mit Kontaktlinsen angewendet werden. Auch hier sollte man jedoch zunächst einen Augenarzt aufsuchen, um andere Erkrankungen als Ursache für die Symptome des trockenen Auges auszuschließen. Ratsam ist es auch, sich beim Augenoptiker zu den unterschiedlichen Präparaten beraten zu lassen. Es gibt verschiedene Arten und Ausprägungen des trockenen Auges, für die sich jeweils bestimmte Arten von Tropfen oder auch Sprays und Gelen eignen. Die meisten Präparate enthalten als Hauptwirkstoff Hyaluronsäure. Dieses körpereigene Gleitmittel bindet Wasser und stabilisiert den Tränenfilm. Es eignet sich sehr gut für die Anwendung mit Kontaktlinsen. Zusätzlich können Stoffe zur Pflege der Kontaktlinsen enthalten sein. Befeuchtende Augentropfen können auch im Wechsel mit dickflüssigeren Gelen zum Einsatz kommen, die man nachts anwendet, wenn die Linsen herausgenommen wurden. Grundsätzlich sollte man auch hier auf konservierungsmittelfreie Produkte zurückgreifen. Werden die Symptome des trockenen Auges wie brennende, juckende, tränende und müde Augen oder ein Fremdkörpergefühl tatsächlich durch Bildschirmarbeit oder andere Faktoren beeinflusst und liegt ihnen keine andere Erkrankung zugrunde, ist der Augenoptiker oder Kontaktlinsenspezialist der richtige Ansprechpartner.

 

07.12.2017