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Der Augenoptiker verweist bei Auffälligkeiten sofort an einen Augenarzt! Bildquelle: WavebreakmediaMicro - Fotolia

Altersblindheit bei Früherkennung oft vermeidbar

Für manche ist das Altern ein Horrorszenario: Überall zwickt es ein bisschen, das Gedächtnis war schon mal besser und die Sehkraft lässt nach. In seltenen Fällen liegt dem Sehkraftverlust eine Gesundheitsstörung zugrunde, doch wenn die Ursachen des Sehkraftverlustes frühzeitig erkannt und behandelt werden ist die Altersblindheit oft abwendbar.

Krankheit = Arzt

Fehlsichtigkeit = Augenoptiker

Grundsätzlich gilt: Bei einer Augenkrankheit ist der Augenarzt aufzusuchen, bei einer Fehlsichtigkeit ist der Augenoptiker der richtige Fachmann! Nun entwickeln sich die meisten Augenkrankheiten schleichend und die Betroffenen bemerken meist keine Veränderungen. Deshalb ist es immer ratsam – nicht nur im Alter - jährlich den Augenarzt beziehungsweise den Augenoptiker aufzusuchen. Augenoptiker sind in der Lage, Auffälligkeiten zu erkennen und verweisen Ihre Kunden im Falle des Falles zur Diagnose und Behandlung an den Augenarzt. Es gibt verschiedene Krankheiten, die das nötig machen:

Altersabhängige Makuladegeneration

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung der Netzhautmitte und tritt vorwiegend bei Menschen ab dem 50. Lebensjahr auf. AMD führt meist zum Verlust der zentralen Sehkraft und damit der Lesefähigkeit. Es gibt zwei Formen der AMD, eine „trockene“ und eine „feuchte“.  Weitere Informationen zur AMD finden Sie zum Beispiel im AMD-Netzwerk.

Glaukom (grüner Star)

Als Glaukome bezeichnet man verschiedene Augenerkrankungen, die einen erhöhten Augeninnendruck auslösen. Erhöhter Augeninnendruck und geringe Durchblutung des Sehnervs verursachen ein Absterben von Nervenfasern, was die Ursache für Gesichtsfeldausfälle ist. Der Augenoptiker kann eine Augeninnendruckmessung durchführen.

Katarakt (grauer Star)

Ein Katarakt äußert sich in einer Trübung der Augenlinse. Betroffene sehen „wie durch eine Milchglasscheibe“ und sind blendempfindlicher. Auch hier ist der Augenarzt der richtige Ansprechpartner wenngleich der Augenoptiker Hinweise auf eine Katarakt erkennen kann.

Vergrößernde Sehhilfen

Beim Spezialisten für vergrößernde Sehhilfen gibt es Lupen- und Fernrohrbrillen, elektronisch vergrößernde spezielle Sehhilfen wie Bildschirmlesegeräte, Spezialfiltergläser, und viele weitere Sehhilfen, die der Augenoptiker individuell an die Bedürfnisse des Trägers abstimmt. Eine optimale Anpassung der Sehhilfe durch einen Augenoptiker ist ebenso wichtig wie eine fachgerechte Einweisung in die Handhabe der vergrößernden Sehhilfen.

„Früh übt sich“

Da es im Alter zunehmend schwerer fällt, sich auf Veränderungen einzustellen, ist es empfehlenswert, den Umgang mit den vergrößernden Sehhilfen zu üben. Der Innungsaugenoptiker steht Betroffenen bei der Auswahl der richtigen Sehhilfe zur Seite. Er erklärt die Handhabung und hilft beim Üben. 

11.06.2014