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Selbsttönende Gläser passen sich den jeweiligen Lichtverhältnissen an.

Ohne Sonnenbrille: Phototrope Gläser schützen vor UV-Strahlung

Sonnenbrillen sind modische Accessoires und liegen seit jeher im Trend. Vor allem im Frühjahr und Sommer haben die Modelle in den verschiedenen Formen und Farben Hochsaison und schmücken die Gesichter zahlreicher Licht- und Wärmehungriger. Die eigentliche Funktion einer Sonnenbrille - unabhängig vom Modegedanken - ist aber eine andere: Sonnenbrillen schützen die Augen vor UV-Strahlung.

Aus diesem Grund sollten Sonnenbrillen nicht nur zur Verbesserung des Outfits und zum Unterstreichen des persönlichen Stils getragen werden, sondern vor allem auch aus gesundheitlichen Gründen. Denn je nach Intensität der Sonne kann die Einwirkung von ultravioletter Strahlung zu Augenreizungen, Grauem Star und sogar Erblindungen führen.

Selbsttönende Brillengläser – eine clevere Lösung

Gläser, die sich an das Umgebungslicht anpassen

Nicht selten sind Brillenträger gegenüber Menschen mit normaler Sehkraft im Nachteil. Denn Brillenträger müssen in den Frühjahr- und Sommermonaten entweder eine Sonnenbrille mit entsprechender Sehstärke mit sich führen oder auf getönte Aufsätze zurückgreifen. In der Handhabung sind beide Optionen manchmal eher unpraktisch; zumindest aber gibt es für jene Brillenträger, die dadurch mehr Frust als Lust auf die sonnigen Zeiten im Jahr bekommen, eine bessere Lösung.

Bereits in den 1960er Jahren erfand die Augenoptik mit dem selbsttönenden Brillenglas eine sinnvolle Alternative für zahlreiche Brillenträger. Diese so genannten phototropen Brillengläser passen sich in ihrer Tönung den jeweiligen Lichtverhältnissen an und ersparen Brillenträgern ein Wechseln der Brillen, ohne dabei auf den sicheren Schutz vor schadhafter Sonneneinstrahlung verzichten zu müssen.

Als Mehrstärken- und Einstärkengläser erhältlich

In der Regel werden phototrope Brillengläser aus Silikat oder Kunststoff gefertigt. Mit der verändernden Tönung – meist in grau oder braun – sind sie als Mehrstärken- und Einstärkengläser erhältlich. Eine dünne Schicht auf den Kunststoffgläsern lässt die gesamte Fläche gleichmäßig heller oder dunkler werden. Gläser aus Silikat färben sich dagegen in der gesamten Masse des Glases dunkel ein.

Kompetente Beratung durch fachkundigen Augenoptiker

Mitunter können unterschiedliche Temperaturverhältnisse den phototropen Gläsern zu schaffen machen. Denn diese verdunkeln sich je nach Temperatur unterschiedlich stark. Nachteile ergeben sich möglicherweise auch hinsichtlich der Beschaffenheit, denn phototrope Minusgläser färben sich in der Mitte weniger dunkel als am Rand. Bei Plusgläsern ist es umgekehrt. Und auch fürs Autofahren müssen einige Dinge in Bezug auf die Gläser bedacht werden, schließlich trennt die Windschutzscheibe des Wagens die selbsttönenen Gläser von dem aktivierenden UV-Licht. Vor dem Kauf phototroper Brillengläser sollten Sie deshalb unbedingt die kompetente Beratung eines fachkundigen Augenoptikers in Anspruch nehmen - damit alle diese "optischen Finessen" berücksichtigt werden können.