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Blick durch eine Ein-Dollar-Brille in eine hoffnungsvolle Zukunft

Ein-Dollar-Brille

Um Menschen in Entwicklungsländern gutes Sehen zu ermöglichen, entwickelte Mathe- und Physik-Lehrer Martin Aufmuth eine „Ein-Dollar-Brille“, speziell für arme Menschen zum Beispiel in Afrika gedacht. Mit Hilfe der „Ein-Dollar-Brille“ sollen diese Menschen wieder eine echte Chance auf optimales Sehen und damit auf Ausbildung und Arbeit bekommen.

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es aktuell 150 Millionen fehlsichtige Menschen, die sich bislang keine Brille leisten können und somit in einem Teufelskreis gefangen sind. Ohne Brille können sie meist nicht Lesen und Schreiben lernen und können nicht optimal für sich und ihre Familien sorgen.

 

So funktioniert´s 
Aufmuth hat eine „Biegemaschine“ erfunden, die ohne Strom funktioniert und mit deren Hilfe aus rostfreiem Federstahldraht und vorgefertigten Gläsern aus gehärtetem Polykarbonat eine „Ein-Dollar-Brille“ gebaut werden kann. Zwei Wochen dauert laut Aufmuth das Training, um in 12 Minuten eine Brille zu „basteln“. Die Menschen vor Ort können ein 14-tägiges Intensiv-Training absolvieren und sich als „Ein-Dollar-Brille-Optiker“ ausbilden lassen. Der Erfinder nenne 70 Cent als Produktionskosten und unter zwei bis fünf Euro als möglichen Verkaufspreis. 

Das Vertriebskonzept

Die zuvor geschulten „Ein-Dollar-Brille-Optiker “ kommen in die Dörfer und machen mit Sehprobetafeln und Linsen einen Sehtest. Dann wird mit der „Biegemaschine“ eine Drahtfassung gebogen in die die Gläser einfach eingeklickt werden. Eine solche Biegeeinheit kostet rund 2.500 Euro, schafft jährlich 20.000 bis 50.000 Brillen und kann Fassungen in drei verschiedenen Größen herstellen. 

Großer Beitrag zur Entwicklungshilfe

Sicher werden Fehlsichtigkeiten so nicht optimal korrigiert und zudem kann man so nur „einfache“ Sehfehler korrigieren. Aber für Näherinnen, die wieder einen Faden einfädeln können und anscheinend behinderte Kinder, die wieder am Schulunterricht teilnehmen können, verändern diese „Ein-Dollar-Brillen“ das ganze Leben und leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklungshilfe. 
Weitere Informationen über dieses Projekt, das auch um finanzielle Unterstützung wirbt, und wie Sie helfen können, finden Sie hier.
 
10.02.2014