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Sonnenbrillen schützen nicht nur vor Blendung und UV-Strahlen sondern sind auch ein modisches Accessoire Foto: lzf - Fotolia

Zu stark getönte Sonnenbrillen sind nicht verkehrstauglich

Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung der Deutsche-Presse-Agentur GmbH (dpa), Hamburg. Er ist aber derart gelungen, dass er auf dieser Seite Verwendung finden kann.

Im Sommer schwören viele Autofahrer auf eine Sonnenbrille. Doch Vorsicht: Bei mehr als 90 Prozent Tönung sind die Brillen nicht mehr verkehrstauglich, warnt Sven Hartlieb vom Zentralverband der Augenoptiker. In der Nacht liege der Maximalwert sogar bei nur 25 Prozent Tönung, erklärt der Augenoptikermeister aus Berlin. Tagsüber sei ein Tönungsgrad von 60 bis 80 Prozent ideal. 
Vor allem lichtempfindlichen Menschen rät der Experte beim Fahren zur Sonnenbrille. Bei der Farbe der Gläser eignet sich Grau laut Hartlieb am besten, weil es die Farben von Verkehrsschildern oder Ampeln nicht verfälscht. Aber auch Braun und Grün seien geeignet. Brillen mit roter oder blauer Farbe verändern den Farbeindruck hingegen stark: Hier muss dann mehr auf die Symbole geachtet werden.
Hartlieb empfiehlt außerdem Brillen mit Polarisationsfilter. Dieser schluckt störende Spiegelungen, etwa von Sonnenlicht auf regennasser Fahrbahn. Fahrer, die eine Brille tragen, sollten ihre Sonnenbrille in der entsprechenden Sehstärke kaufen. Denn bei einer Sehschwäche von minus drei Dioptrien liegt der schärfste Punkt 33 Zentimeter vom Auge entfernt. «Das reicht nicht mal bis zum Tacho», sagt Hartlieb.
 
Der Originalartikel stammt von der Deutschen Presse Agentur, dpa
17.06.2014