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Bei der altersbedingten Makuladegeneration wird das zentrale Blickfeld nicht mehr scharf wahrgenommen, Lesen ist dann - wenn überhaupt - nur noch mit speziellen Sehhilfen möglich. Foto © ZVA/Skamper

Sehen im Alter: AMD vorbeugen

Bei einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) sterben nach und nach die lichtempfindlichen Zellen im zentralen Punkt der Netzhaut ab, der für das scharfe Sehen verantwortlich ist. Für Betroffene wird schließlich Lesen oder Autofahren unmöglich. Eine AMD kann verschiedene Ursachen haben. Eine wichtige Rolle spielt die Sonneneinstrahlung.

Dass Sonnenschutz nicht nur für die Haut wichtig ist, sondern auch für die Augen, rückt immer mehr ins Bewusstsein. Das Tückische an zu viel UV-Strahlung ist: Meist hat sie kaum Folgen, die man unmittelbar bemerkt, außer im Falle eines Sonnenbrands auf der Haut oder einer Augenreizung durch das helle Sonnenlicht. Sonnencreme und eine gute Sonnenbrille können aber das Risiko für weitaus gravierendere Spätfolgen in Form von ernsten Erkrankungen mindern.

Sonnenschutz für die Augen

Neben der Sonneneinstrahlung erhöhen Rauchen, Arteriosklerose und ein niedriger Spiegel von Betacarotinoiden im Blutserum das AMD-Risiko. Forscher haben festgestellt, dass ältere Menschen umso häufiger an einer Makuladegeneration erkranken, je öfter und länger sie in jüngeren Jahren dem Sonnenlicht ausgesetzt waren. Dieser Risikofaktor kann leicht minimiert werden, indem man bei entsprechenden Lichtverhältnissen draußen immer eine gute und passende Sonnenbrille trägt. Wie man diese findet, steht im 1xo-Sonnenbrillenratgeber.

Früh gegensteuern

Darüber hinaus kann dem Fortschreiten der AMD gegengesteuert werden, wenn sie frühzeitig erkannt wird. Eine regelmäßige Überprüfung des Sehvermögens ist daher im Alter besonders wichtig, da bestimmte Formen der AMD zunächst unbemerkt voranschreiten und deutliche Sehstörungen erst in einem späteren Stadium auftreten. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, es gibt jedoch neben verschiedenen Therapieansätzen diverse Möglichkeiten, die Sehkraft weitestmöglich durch spezielle Brillengläser oder vergrößernde Sehhilfen zu unterstützen. Mithilfe des sogenannten Amsler-Gittertests lassen sich beim Augenoptiker oder Optometristen erste Anzeichen einer AMD erkennen: Das Gittermuster wird in einem Abstand von 30 bis 40 cm vor ein Auge gehalten, während das andere abgedeckt wird. Mit dem offenen Auge wird nun der Punkt in der Mitte fixiert. Erscheinen die Linien um den Punkt herum krumm oder verzerrt, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden. Dieser untersucht anschließend den Augenhintergrund per Ophtalmoskopie und kann aufgrund der Veränderungen an der Netzhaut eine mögliche AMD diagnostizieren.

 

23.08.2017