News

Wunderbrillen fördern Bildung

Die Erfindung des britischen Professors und Atomphysikers Josh Silver ist für viele Menschen ein kleines Wunder: Er entwickelte eine Brille, mit der beinahe alle Menschen in der Lage sind, sie ihrer Sehschwäche entsprechend selbst einzustellen, um scharf damit sehen zu können. Hauptsächlich eingesetzt wird die "Adspecs"-Brille derzeit in Afrika und China.

Etwa drei Milliarden Menschen auf der Welt benötigen eine Brille, aber etliche können sie sich nicht leisten. Das Brillenmodell mit dem Namen „Adspecs“ von Josh Silver soll diesen Missstand beseitigen und besteht aus einer Kunststoff-Fassung mit runden eingespannten Kunststoffblättern. Zwischen diesen Blättchen befindet sich ein Hohlraum, der mit einer silikonhaltigen Flüssigkeit gefüllt ist. Um die jeweilige Sehstärke einzustellen, sind an beiden Bügeln kleine Spritzen befestigt. Durch drehen der Regler an den Spitzen lässt sich der Silikongehalt im Glas verändern. Durch die darauffolgende Druckveränderung krümmen sich die Gläser entweder nach innen oder außen und verändern so ihre optische Wirkung.

Erste Versuche mit „Adspecs“ in einigen Ländern Afrikas und in China waren nach Silvers Angaben von Erfolg gekrönt. Gegenwärtig tragen 50.000 Menschen in 20 Länder „Adspecs-Brillen. Bis 2020 sollen laut Erfinder Silver über eine Milliarde Menschen mit der Brille versorgt werden. Die Kosten liegen derzeit bei fünf US-Dollar und sind für einen Großteil der Bevölkerung in Dritte-Welt-Ländern wohl bezahlbar.

13.02.2013